Konfliktwahrnehmungen – Konfliktmonitor
Mit dem Konfliktmonitor fangen wir aktuelle Konfliktwahrnehmungen von Menschen in Deutschland ein. Wir möchten Ursachen, Hintergründe und Kontexte von Konflikten und ihrer Wahrnehmung verstehen.
Bei welchen Themen werden gesellschaftliche Spannungen sichtbar? Welche Themen polarisieren sogar? Welche bisher wenig beachteten Konflikte könnten die Gesellschaft in Zukunft prägen? Aber auch: Wo gelingt ein Zusammenkommen der Menschen bereits besonders gut? Mit dem Konfliktmonitor untersuchen wir mittels regelmäßiger Befragungen, wie Menschen in Deutschland gesellschaftliche Konflikte wahrnehmen, wie zufrieden sie mit der Bearbeitung von Konflikten sind und welche Bedeutung Konflikte für die Demokratie haben.
- Wo erleben Menschen gesellschaftliche Spannungen – und warum?
- Welche Ursachen sehen Menschen für Konflikte?
- In welchem Zusammenhang stehen Erwartungen an die Demokratie mit der Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte?
- Wie hängen Konfliktwahrnehmungen mit politischen Einstellungen, Konflikterfahrungen oder Persönlichkeitsmerkmalen zusammen?
- Wie stellen sich Menschen die Bearbeitung sozialer Konflikte vor? Wodurch werden diese Vorstellungen beeinflusst?
- Die Ergebnisse stellen wir in Form von ConflictA-Spotlights, wissenschaftlichen Publikationen und Vorträgen zur Verfügung
- Räume des Austauschs – auch zu aktuellen Themen, wie z.B. der letzten Bundestagswahl
- „Zankapfel“-Podcast Episoden
Wir bitten zufällig ausgewählte Personen um ihre Einschätzung zu aktuellen Konfliktthemen, zu ihren eigenen Konflikterfahrungen sowie zu ihrer Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte. Neben diesen thematischen Fragen erheben wir weitere Informationen, etwa, ob die Befragten in einer Stadt oder auf dem Land leben, wie sie ihre wirtschaftliche Lage einschätzen, ob sie optimistisch in die Zukunft blicken, Kinder haben oder sich ehrenamtlich engagieren. Diese Zusatzinformationen helfen uns, die Antworten besser zu verstehen und in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.
Bisher wurden zwei sogenannte Online-Access-Befragungen in Zusammenarbeit mit dem SOKO Institut Bielefeld durchgeführt. Das heißt, dass die Befragten einen von uns entwickelten Fragebogen online am Rechner, Tablet oder Smartphone ausgefüllt haben. An der ersten Befragung im November/Dezember 2024 nahmen rund 2.900 Personen teil. Von diesen Befragten beteiligten sich im Sommer 2025 2.112 Personen erneut. Damit liegen uns derzeit Daten zu zwei Messzeitpunkten vor, anhand derer wir Veränderungen in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte nachvollziehen können. Für das Jahr 2026 ist eine groß angelegte Bevölkerungsbefragung mit einer fünfstelligen Teilnehmendenzahl geplant.
Perspektiven unserer Arbeit
Individuelles Erleben im lokalen Kontext
Aktuell verbinden wir die Antworten der Teilnehmenden mit ihren persönlichen Angaben, z.B. ihrem Einkommen oder ihrer sozialen Situation. In der Befragung 2026 möchten wir lokale Daten des Wohnorts der Befragten, z. B. zur wirtschaftlichen Struktur, zum Arbeitsmarkt oder der Bevölkerungszusammensetzung, mit den Antworten zusammenbringen. So möchten wir untersuchen, ob es Zusammenhänge zwischen lokalen Gegebenheiten und der Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte gibt.
News & Blog
Konfliktmonitor-Team
Das Team des Konfliktmonitors setzt sich aus Mitarbeiter*innen der ConflictA und Mitarbeiter*innen des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung zusammen. Neben den Kolleg*innen der ConflictA (siehe Team) sind Jonas Rees und Marco Eden Teil des Konfliktmonitor-Teams.
Zankapfel – Konflikte kurz erklärt
1. Episode: Warum es wichtig ist über Konflikte zu sprechen
Konflikte gehören zum Leben – ob in der Kita, der Familie, unter Freunden, in der Schule, im Job oder in der Partnerschaft. Wo Menschen zusammenkommen, treffen unterschiedliche Meinungen, Bedürfnisse und Gefühle aufeinander – und zwar im gesamten Lebensverlauf. Die Episode zeigt, wie vielfältig die Konfliktthemen in der Gesellschaft sind und welche Bedeutung die Wahrnehmung von Konfliktthemen in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen hat.


