Jugendliche dokumentieren Gesundheitserfahrungen per Foto

Pressemitteilung

Das Projekt „JuStHEALTH – Junge Stimmen für Gesundheit“ ermöglicht jungen Menschen, Erfahrungen mit Stress, Druck und Versorgungshürden fotografisch sichtbar zu machen. Das Projekt ist der Beitrag der Universität Bielefeld zum „Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft“. Auf dem Programm stehen Foto- und Storytelling-Workshops in Bielefeld und in Chemnitz. Die Fotografien werden in einer digitalen Ausstellung präsentiert.

JuStHEALTH richtet sich an junge Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte. Entwickelt wurde das Angebot von der Konfliktakademie ConflictA und dem Forschungsprojekt SchulBasis am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld. Die ConflictA setzt das Programm gemeinsam mit Salon5 um, der Jugendredaktion des gemeinnützigen Medienhauses CORRECTIV.

In einem Workshop am 11. Mai in der Universität Bielefeld lernen die Teilnehmenden Grundlagen zu Perspektive, Licht und Bildaufbau und produzieren anschließend eigene Fotostorys zu psychosozialen Belastungen und dem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Der Workshop läuft von 16 bis 20 Uhr, Anmeldefrist ist der 6. Mai. Die Workshops in Chemnitz folgen am 3. und 4. Juni von 16 bis 20 Uhr in den Räumen von Salon5, Zöllnerstraße 25. Die Anmeldung ist bis zum 18. Mai möglich.

Ergebnisse werden in Ausstellung gezeigt

Den Abschluss bildet ein gemeinsames Wochenende vom 18. bis 20. September in Berlin, zu dem Teilnehmende aus beiden Städten zusammenkommen. Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernimmt das Projekt. Die entstandenen Fotografien werden in einer digitalen, mehrsprachigen Ausstellung öffentlich präsentiert. Die Bilder werden im Herbst auch vor Ort auf dem Science-Festival GENIALE in Bielefeld ausgestellt.

„Junge Menschen sind mit Krisen wie mentaler Belastung, Einsamkeit oder eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung konfrontiert“, sagt Dr. Anna Christina Nowak, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ConflictA und eine der Initiator*innen des Projekts. „Junge Perspektiven kommen in der öffentlichen Debatte aber kaum vor. Mit JuStHEALTH geben wir jungen Menschen Werkzeuge an die Hand, um das zu ändern.“ Zum Projektteam gehören neben Nowak auch Nico Noltemeyer-Gautier, Sylja Wandschneider und Dr. Sarah Wüllner.

Über das Wissenschaftsjahr

Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im „Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft“ steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.
Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media- Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.