Dialog im Konflikt

Welches Potenzial hat Dialog im Konflikt und in polarisierten Debatten?

Globale Krisen schlagen sich in vielfältiger Weise in der Gesellschaft nieder: Autoritäre Kräfte erstarken vielerorts, Verunsicherung und ein Ohnmachtsgefühl nehmen zu. Während das Vertrauen in staatliche Institutionen abnimmt, wächst das Polarisierungsempfinden vieler Menschen. Wie wir uns als Gesellschaft miteinander auseinandersetzen – auch über empfundene Gräben hinweg – sagt viel über die Resilienz unserer Demokratie aus.

Das Projekt „Dialog im Konflikt“ hat zum Ziel, Konfliktwissen und -fähigkeit in der Gesellschaft zu stärken. Wir möchten eine Kultur schaffen, in der wir Konflikte konstruktiv austragen können. Gesamtgesellschaftlich kann dies nur funktionieren, wenn wir auf individueller Ebene beginnen. Daher möchten wir Menschen unterstützen, ihre eigene Dialogfähigkeit zu stärken und weiterzuentwickeln.

„Listen to learn“ – was verstehen wir unter Dialog?

Wenn wir an der ConflictA von Dialog sprechen, verstehen wir darunter eine Art des Sprechens und Zuhörens, die über das reine Alltags-verständnis hinausgeht. Sie beinhaltet eine Offenheit, sich auf das Gegenüber und den Gesprächsprozess einzulassen und sich von diesem verändern zu lassen. Zentral hierfür ist das „listen to learn“; das Zuhören, um zu lernen. Dialog wird dabei von der Debatte unterschieden, da es nicht darum geht, das Gegenüber mit Argumenten zu überzeugen, sondern es zu verstehen und die andere Position durch einen Perspektivwechsel nachzuvollziehen

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