Konfliktbearbeitung im lokal-kommunalen Raum
Demokratischer Umgang mit Konflikten
Konfliktbearbeitung ist von jeher an demokratischen Grundwerten ausgerichtet: Partizipation, Gleichberechtigung und Transparenz. Die Entwicklung eines Kompromisses oder sogar Konsens durch Dialog sind die Basis demokratischer Konfliktbearbeitung. Die zunehmende politische Polarisierung sowie populistische und rechtsextreme Strömungen stellen neue Herausforderungen dar.
Wie kann die Praxis der Konfliktbearbeitung auf diese Herausforderungen reagieren? Wie lassen sich professionelle Selbstverständnisse wie Allparteilichkeit und Neutralität mit der Notwendigkeit einer demokratischen Haltung verbinden? Welche Verantwortung trägt die Fachpraxis in diesem Spannungsfeld. Und welche politische Aufgabe nimmt die Konfliktbearbeitung damit an?
Rechtsextremismus prägt lokale Konflikte. Dabei geht es nicht nur um organisierte Gruppen oder Parteien, sondern auch um Narrative, Deutungsmuster und Diskurse. In einer Fachtagung am 18. und 19. März diskutieren wir mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis die Wechselwirkungen zwischen der äußersten Rechten und lokalen Konflikten und Konfliktbearbeitung. Ziel ist, gemeinsame Strategien für demokratische Konfliktbearbeitung sowie für Prävention und Intervention im Themenfeld Rechtsextremismus zu entwickeln. Zu diesem Austausch laden wir gemeinsam mit der Plattform Transfer des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung am Institut SO.CON der Hochschule Niederrhein ein.