MEMO-Impulskartenset
Ob und wie Menschen sich mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzen, ist verschieden. Während laut Studienergebnissen der größte Teil der deutschen Bevölkerung eine fortwährende Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit befürwortet, zeigen sich im Wissen und Bewusstsein über diese Vergangenheit teils gravierende Lücken, die anfällig machen für revisionistische Umdeutungen und ein Wieder-, oder Weitererstarken menschenfeindlicher Ideologien.
Aufbauend auf den MEMO-Studien (Stiftung EVZ/IKG) hat die ConflictA das MEMO-Impulskartenset entwickelt. Es umfasst ein Kartenset von 55 Karten.
Ziel ist es, in Lern- und Bildungskontexten die Reflexion und den Austausch zu Erinnerungskulturen, zur eigenen (Familien-)Geschichte und zu kulturell spezifischen Erinnerungspraktiken insbesondere im Kontext der deutschen NS-Vergangenheit zu unterstützen und dabei einen offenen Denk- und Gesprächsraum zu ermöglichen.
Einsatzmöglichkeiten können sein: Die Vorbereitung von Gedenkstättenbesuchen, der Schulunterricht, andere Kontexte historisch-politischen oder demokratischen Lernens, individuelles Lernen und viele mehr.
Das analoge Kartenset wird in einer ersten Auflage von 1.500 Stück gedruckt und an Bildungseinrichtungen und andere interessierte Institutionen verschickt. Zu jeder der enthaltenen 50 Impulskarten wird über einen QR-Code ergänzendes Online-Material zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen verfügbar sein. Das MEMO-Impulskartenset wird auch als Druckvorlage und Web-Applikation bereitgestellt, um einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu gewährleisten.
Bei Interesse an dem Lernmaterial, schreibt an: michael.papendick@uni-bielefeld.de