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Online-Talk: Im Schatten aktueller Debatten? Rechter Antisemitismus als anhaltende Bedrohung

22. Oktober, 16:00

Donnerstag, 22. Oktober 2026, 16:00 -17:30 Uhr, online via Zoom

Antisemitismus ist in Deutschland in unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Kontexten präsent. Seit dem 7. Oktober und den darauffolgenden Ereignissen hat insbesondere der israel- bzw. nahostbezogene Antisemitismus massiv an Sichtbarkeit, politischer Relevanz und Konfliktdruck gewonnen. Er dominiert aktuell die öffentliche Debatte, was Bildungseinrichtungen, Jugendarbeit und politische Institutionen vor neue Herausforderungen und zunehmende Polarisierungen stellt.

Während sich der kritische Blick dabei derzeit oft auf linke oder aktivistische Milieus richtet, darf die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus im rechtsextremen Spektrum nicht in den Hintergrund treten. Er bildet den Kern vieler rechter Weltbilder und ist stark anschlussfähig für Krisen- und Verschwörungsnarrative. Damit fungiert er häufig als Radikalisierungsindikator und als ideologisches Bindeglied zwischen verschiedenen extremistischen Milieus.

Der Online-Talk setzt genau hier an: Ohne die gegenwärtige Debatte um israelbezogenen Antisemitismus auszublenden, richtet die Veranstaltung den analytischen und praktischen Blick bewusst auf den „klassischen“ Antisemitismus von rechts. Ziel ist es, dessen Kontinuitäten, aktuelle Ausdrucksformen und Taten fundiert einzuordnen sowie die weitreichenden Folgen für Sicherheit, Demokratie und die pädagogische Praxis zu diskutieren.

Diskutant*innen: Prof. Dr. Andreas Zick (IKG, Universität Bielefeld); Dr. Robert Pelzer (Technische Universität Berlin); Stephan J. Kramer (Verfassungsschutz Thüringen); Sabine Reimann (Hochschule Düsseldorf)
Moderation: Prof. Dr. Beate Küpper (Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung / Hochschule Niederrhein)

Anmeldung:

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Die Veranstaltung richtet sich an:

  • Wissenschaftler:innen und Studierende aus den Bereichen Extremismusforschung, Antisemitismusforschung und Politikwissenschaft
  • Vertreter:innen von Sicherheitsbehörden, Ministerien und zivilgesellschaftlichen Organisationen
  • Fachkräfte aus Prävention, politischer Bildung, schulischer und außerschulischer Jugendarbeit
  • Praktiker:innen aus Programmen der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit
  • Interessierte Öffentlichkeit

Veranstalter: Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX); Konfliktakademie ConflictA; Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) (Universität Bielefeld); Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA 21) (Technische Universität Berlin)

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