Newsletter 03/2026

Liebe Leser*innen,

wie tief ist Deutschland gespalten? Welche Konflikte entziehen sich derart der Kontrolle, dass Hass und Hetze dominieren? Sind Appelle an „Konsens“ und „Zusammenhalt“ schon überkommene Konzepte, weil der Wunsch nach autoritärer Führung sie ersetzt hat? Diese und weitere Fragen zu Gewalt, Konflikten, Kipppunkten und Möglichkeiten der Konfliktlösung prägen die Debatte nach den jüngsten Landtagswahlen. Das IKG und die ConflictA verfolgen die Idee, neben der Grundlagen­forschung auch Räume für Debatten zu schaffen. Auch diesmal haben wir reagiert. In zwei Talks und einer Lesung brachten wir Wissenschaft, Politik, Journalismus und Zivilgesellschaft zusammen, um die Landtagswahlen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand stets die Frage, wie sich demokratische Strukturen und Institutionen bewahren und zukünftig gestalten lassen. Wissenschaft und Forschung können hierzu beitragen, doch auch in der Wissenschaft erleben wir zunehmend Bedrohungen und Hass. Die erste Visual Story der ConflictA zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Wissenschaftsfreiheit für das demokratische Zusammenleben ist. Sie entstand im Rahmen des Projekts "Wie Freiheit Wissen schafft", das Teil des Wissenschaftsjahrs 2024 "Freiheit" war. Die Story verdeutlicht, warum Wissenschaftsfreiheit eng mit anderen demokratischen Freiheiten verknüpft ist und wie bedeutend diese Freiheiten im Alltag sind – besonders, wenn sie unter Druck stehen. Erkunden Sie die Visual Story und entdecken Sie Verbindungen zu Ihrem Alltag und Ihrer Praxis. Teilen Sie uns gerne Ihre Gedanken und Erfahrungen mit. Mit herbstlichen Grüßen

Andreas Zick, Esther Rüßler, Felicitas Wagner und Andreas Uhl
(Newsletter-Team)

Ausgewählte Meldungen

Frau in nachdenkender Pose am Schreibtisch
Foto: Visual Intelligence

„Wie Freiheit Wissen schafft“ - erste Visual Story online!

Würden Sie sich trotz persönlicher Risiken für Bildung, Menschenrechte und Freiheit einsetzen? Weltweit erleben Forschende, Lehrende, Studierende und Aktivist*innen Zensur, Bedrohungen oder Verfolgung. Und das, weil sie kritisch denken, Missstände benennen oder öffentlich widersprechen. Die Visual Story erzählt Geschichten von Mut und Widerstand und zeigt die Bedeutung von freier Wissenschaft für die Demokratie.

Zur Visual Story

Foto: Sabine Gudath

GLOHRA-Preis 2026 für "Global-Health"-Forschung

Das Projekt „PreVio“ (Schulbasierte Prävention von Gewalt durch Lehrkräfte und in der Familie) wurde mit dem GLOHRA-Preis 2026 für "Global-Health"-Forschung ausgezeichnet. GLOHRA ist die Deutsche Allianz für "Global-Health"-Forschung, die vom BMFTR und vom BMZ gefördert wird. Mit dem Preisgeld wurde eine Informationsveranstaltung im September in Tansania finanziert.

Zum IKG-Blogbeitrag

Foto: ConflictA

MEMO-Impulskarten: Pädagogischer Leitfaden und Selbstdruckvariante veröffentlicht

Für das MEMO-Impulskartenset der ConflictA stehen ab sofort eine Version zum Selbstausdrucken sowie ein pädagogischer Leitfaden auf der Projektwebsite zum Download bereit. Das MEMO-Impulskartenset, bestehend aus 50 Fragen mit begleitendem Online-Material, lädt dazu ein, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, Wissen zu vertiefen und aktiv zu werden. Über 800 Impulskartensets sind bereits versandt worden.

Zur Projektwebsite

Foto: l. Universität Bielefeld, r. Hochschule Fulda

Neues Forschungsprojekt: „Ambivalenz und Karrierewege“

Warum schlagen einige junge Männer aus sozial benachteiligten Stadtteilen Bildungs- und kreative Wege ein, während andere in kriminelle oder extremistische Milieus geraten? Und das trotz ähnlicher Ausgangsbedingungen? Gemeinsam mit der Hochschule Fulda möchte das IKG untersuchen, wie individuelle Lebenswege durch den Wunsch nach Anerkennung, Erfahrungen von Ausgrenzung und gesellschaftliche Vorstellungen von Erfolg beeinflusst werden. Gefördert wird das Vorhaben durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Zum Beitrag

Foto: Güneş Üzer

Hochschulmanagement im Spannungsfeld gesellschaftlicher Konflikte

Hochschulen zeigen sich seit jeher als Orte, an denen gesellschaftliche Verständigungsprozesse stattfinden. Aktuell erscheinen diese intensiver oder drängender als in den vergangenen Jahren. Auf dem Fachtag „Hochschulmanagement im Spannungsfeld gesellschaftlicher Konflikte – Konfliktbearbeitung und Vernetzung stärken“ wurden diese Herausforderungen am 8. & 9. Juni 2026 in Hannover zwischen Konfliktmanagementpraxis, Hochschulmanager*innen und Hochschulforschenden diskutiert. Die Dokumentation finden Sie auf der Projektseite.

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Logo der Initiative mitforschen.
Logo von mit:forschen!

Ist Partizipation drin, wo Partizipation draufsteht?

Esther Rüßler setzt als Teil der Fortbildungsreihe partX ein Projekt an der ConflictA um. Die Umsetzung der Idee wird im Rahmen von partX – Fortbildungsreihe partizipative Forschung finanziell unterstützt. Kernelement bildet ein Barcamp rund um die Fragen, wann die Beteiligung von Zivilgesellschaft an Wissenschaft sinnvoll ist und wie sie strukturell verankert werden kann. partX ist ein Angebot von mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen. Das Projekt wird von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin umgesetzt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

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Aktuelle Veröffentlichungen

Kommende Veranstaltungen

Podcasts & Medien – Konflikt- und Gewaltforschung zum Hören und Sehen

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