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Newsletter 02/2026
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Liebe Leser*innen,
willkommen zum zweiten IKG-ConflictA-Newsletter in diesem 30. Jahr des IKG. Wir hoffen, die Informationen wecken Ihr Interesse und fördern den Austausch, sodass wir voneinander lernen und unser Wissen erweitern können.
Der Newsletter erscheint in einer Zeit, in der weltweite Konflikte und Kriege zunehmen und Debatten darüber entfachen, was uns trennt und was uns noch verbindet. Gleichzeitig findet eine Fußball-Weltmeisterschaft statt, die einerseits die Welt vereinen soll, andererseits aber durch ihre Exklusivität nur wenige direkt teilnehmen lässt. Auch das beschäftigt uns im IKG. Seit vielen Jahren erforschen wir die Fankultur und den Fußball, besonders im Vorfeld von Europa- oder Weltmeisterschaften.
Für die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 haben wir die Daten einer Studie zur Europameisterschaft 2024 erneut analysiert. Daraus entstand ein ConflictA-Spotlight mit dem Titel „Menschenfeindlichkeit mit Unterhaltungswert?“. Wir untersuchen, ob Fans bestimmte Sprüche über Frauen und die Herkunft von Spielern, die Sexismus und Rassismus widerspiegeln, als Teil des Fußballs betrachten. Zudem haben wir Fragen zur Identifikation mit den Teams und zur Bedeutung des Fußballs gestellt. Eine zentrale Frage lautete: Sollte der Fußball unpolitisch bleiben und sich aus gesellschaftlichen Themen heraushalten? Diese Frage bewegt auch viele während der laufenden WM und führt zu hitzigen Debatten. Was denken Sie? Vielleicht ein Anlass, um mit anderen darüber zu sprechen. Wie Dialoge gelingen und wir bessere Lösungen finden können, dazu finden Sie ebenfalls Hinweise im Newsletter.
Viel Freude beim Lesen und sommerliche Grüße
Prof. Dr. Andreas Zick
Wissenschaftlicher Direktor des IKG
Esther Rüßler, Felicitas Wagner und Andreas Uhl
(Newsletter-Team)
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Ausgewählte Meldungen
© Krückemeier Medien
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30 Jahre IKG – Erinnerung und Improvisation
Wir blicken dankbar auf die 30-Jahr-Feier des IKG zurück! Auf Einladung von Andreas Zick und Angelika Epple (Rektorin der Universität Bielefeld) erlebten wir trotz aktueller Herausforderungen einen stärkenden Abend. Statt Festreden führten uns „Die Stereotypen“ (Nele Kießling und Marvin Meinold) mit Witz und feinem Gespür für unsere Themen durchs Programm. Die Gespräche machten deutlich: Die Themen der ersten Konferenz des 1996 gegründeten IKG – Ungleichheit und Autoritarismus – sind heute relevanter und vielschichtiger denn je. Ebenso zeigte sich, wie das IKG inzwischen aufgestellt ist. Ein herzliches Dankeschön an alle Weggefährt*innen, langjährige Freund*innen, Förder*innen und Partner*innen für 30 Jahre Vertrauen und Zusammenarbeit!
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Erinnerungskultur gestalten – MEMO-Impulskartenset ab sofort online verfügbar
Die MEMO-Impulskarten sind ein analoges Kartenset, das durch Nico Noltemeyer-Gautier und Michael Papendick (ConflictA) auf Basis der MEMO-Studien des IKG entwickelt wurde. Die 50 Impulsfragen laden, zusammen mit den begleitenden Online-Material, zur Auseinandersetzung mit der Zeit der Nationalsozialismus, zum Weiterdenken, Vertiefen und Aktivwerden ein. Sie eignen sich für die Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenbesuchen, den Schulunterricht, außerschulische Workshops, Museen und Ausstellungen oder das individuelle Lernen. Dank der Förderung der Stiftung EVZ können sie ab sofort kostenlos über die ConflictA-Website bestellt werden.
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"Autoritäre Regime entstehen selten über Nacht" – Reflektion zu der Situation in der Türkei
Am 21. Mai 2026 überschritt die Türkei eine weitere bedeutende Schwelle in ihrem anhaltenden Prozess der demokratischen Aushöhlung. Ein Gericht in Ankara erklärte die Wahlen zur Parteiführung der Republikanischen Volkspartei (CHP) – der ältesten und aktuell wichtigsten Oppositionspartei der Türkei – von 2023 für ungültig. Sie entließ den Vorsitzenden Özgür Özel und wies seinen Vorgänger Kemal Kılıçdaroğlu an, als Interimsvorsitzenden zu übernehmen. Elif Sandal Önal (IKG), Meral Gezici Yalçın (ConflictA), Aydın Bayad (FGZ) beleuchten in einem Beitrag die Brüchigkeit der Demokratie.
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Konflikt als Chance – wie gehen Sie persönlich mit Konflikten um?
Konflikt als Chance – viele Menschen sehen darin einen Widerspruch. Doch das tschechische Theaterkollektiv tYhle setzte sich mit dem Potenzial und der Vielschichtigkeit von Konflikten auseinander. Lilly Roll-Naumann (ConflictA) reiste nach Prag, um am 15. Februar 2025 an einem begleitenden Workshop zu der Performance (ne)boj mitzuwirken. In unserem Blog finden Sie die Workshop-Vorbereitung und einen „Exkurs in die Konflikttransformation“.
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Übersicht – Welche Dialogformate gibt es in Deutschland?
Welche Angebote zu Dialogformaten gibt es in Deutschland? Lilly Roll-Naumann und Franka Büssing (ConflictA) haben dazu eine Online-Übersicht erstellt. Die interaktive digitale Karte vereint Gesprächsformate, die zum Dialog mit anderen einladen, auch bei kontroversen Themen. Sie zeigt thematische Workshops zu Haltungen und Methoden der Dialogführung sowie Fortbildungen für (zukünftige) Moderator*innen von Dialogworkshops oder -veranstaltungen.
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Austausch zu Geschlechtergerechtigkeit in Tansania und Deutschland
Welche gemeinsamen Herausforderungen und welche Unterschiede gibt es bei der Geschlechtergerechtigkeit in Tansania und Deutschland? Darüber tauschten sich am 26. Mai 2026 19 Forscherinnen der Open University of Tanzania (OUT) mit Forschenden am IKG aus. Die Gäste aus Tansania kamen aus Fachbereichen wie Psychologie, Rechtswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Management, Umweltchemie und Humangeographie. Von der Universität Bielefeld nahmen Vertreterinnen des Gleichstellungsbüros, des International Office, der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaften, der Fakultät für Erziehungswissenschaften sowie weitere interessierte Forschende teil. Ein weiterer Austausch ist in Planung.
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Demokratie leben – Stellungnahme der ConflictA zu den Konflikten um Kürzungen bei Demokratieförderprojekten
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ steht vor einem grundlegenden Umbau. Nach aktuellem Stand endet die Förderung bundesweiter Infrastrukturen zur Konfliktbearbeitung sowie von Innovationsprojekten. Isabella Bauer, Andreas Uhl und Kerstin Eppert von der ConflictA haben dazu eine Stellungnahme formuliert.
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Aktuelle Veröffentlichungen
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Muslim*innenfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus in Deutschland: Kategoriale Verstrickungen, Intersektionalität, Rassismuskritik und pädagogische Praxis von Isabell Diekmann
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„Konflikte und ich“ | „Conflicts and Me“ Anleitung für einen Kurzworkshop zur Konfliktreflexion von Lilly Roll-Naumann
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„Beteiligung inklusiv und konfliktsensibel gestalten“ mit:forschen! – Interview mit Esther Rüßler
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„Im Dialog: die Konfliktakademie ConflictA“ – Interview mit Andreas Zick auf der Seite des Rahmenprogramms für Geistes- und Sozialwissenschaften
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„Menschenfeindlichkeit mit Unterhaltungswert? Rassismus, Sexismus und Fankultur in der Bielefelder Euro-Fanstudie von Hannes Delto und Andreas Zick
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“Social aides’ perceptions of discrepancies in attitudes and behaviour towards different refugee groups in Germany: implications for vicarious comparative victimhood” von Jens H. Hellmann, Pascal Schlechter, Leon P. Walter, Jonas H. Rees, Helen Landmann, Kevin Winter, Ulrich Klocke, Lena Übergünne-Otte, Nexhmedin Morina und Andreas Zick
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Kommende Veranstaltungen
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Podcasts & Interviews – Konflikt- und Gewaltforschung zum (Nach)Hören
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